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Über "Das große Buch des kleinen Horrors" von Peter Vogl

Über "Das große Buch des kleinen Horrors" von Peter Vogl

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Ich gehe ja sehr gerne in die monatlichen Grindhouse-Nächte im kommunalen Kino in Mannheim. Dort laufen all die originalen Bahnhofskinofilme der 60er, 70er und 80er: Horror und Italowestern, Blaxploitation und Frauengefängnisfilme und so weiter – das, was in längst vergangenen Zeiten zum Vertreib der Wartezeit in den Kinos in Bahnhofnähe gezeigt wurde. Vieles davon ist das, was man Trash nennen kann – Filme, die überambitioniert angegangen und dann sagenhaft versenkt wurden. Vieles ist aber auch nach den allgemeinen Maßstäben der Filmkunst vollkommen ansehnlich: Thriller, die spannend sind, Horrorfilme, die unter die Haut gehen, oder einfach Genrefilme aller Art, die viel erzählen darüber, wie damals Filme gemacht wurden, wie diese Filme in den Zeitgeist gestochen haben und wie sich dadurch in ihnen die kulturelle, gesellschaftlichen, politischen Umbrüche ihrer Entstehungszeit spiegeln.

In den 1980ern kam dann VHS auf. Und Videotheken. Und die brauchten Futter. Und findige Produzenten – sangwerma der Herr Charles Band vorneweg – dachten sich: Dann machenwers klein. Und ließen kleine Monster auf die Menschheit los – zumindest die Menschheit, die sich samstags aus der Videothek ihre Wochenunterhaltung an Thrill und Action suchten.

Aktuelles

"Hollywood Justice" - das Buch, das Facebook verbannte

Werbung auf Facebook nur ohne Ku Klux Klan

Das wunderbare Umschlagbild von Edison Wormhole, extra gemalt für "Hollywood Justice", ist bei Facebook, dem Unternehmen, das Menschen verbindet, nicht wohl gelitten. Eine Anzeige für dieses Buch jedenfalls wurde nach knapp zwei Wochen Laufzeit gesperrt. Die Richtlinien verböten, so hieß es, Werbemaßnahmen für Erwachseneninhalte. Ein Versuch, die nackte Haut auf dem Gemälde zu verdecken - ein geschickt gesetzter schwarzer Balken sollte Wunder bewirken - ging daneben. Denn, so erläuterte ein freundlicher Facebook-Mitarbeiter telefonisch, es gehe nicht nur um den Nackedei-Eyecatcher. Dieser Ku Klux Klan-Mann! Und wie die Dame und der Herr mit ihren Pistolen auf den Betrachter zielten... Ja natürlich, bei genauerer Betrachtung der Anzeige sei klar ersichtlich, dass es sich um ein Sachbuch über Selbstjustiz handele, das nicht selbst Gewalt propagiere. Aber man müsse an den ersten Eindruck denken, den ein Betrachter erhalten könne, und Facebook habe da ganz strenge Richtlinien, leider leider...

 

Ich habe selbstverständlich diese Ablehnung sofort auf Facebook gepostet. Und diesen Post dann auch wieder beworben. Inklusive der inkriminierten Abbildung.

Diese Anzeige wurde nicht abgesetzt.

"Hollywood Justice" - das Buch, das Facebook verbannte

Über "Hollywood Justice" von Peter Vogl

Aus dem Notizbuch des Verlegers

In einem meiner früheren Leben, fast zehn Jahre ist das jetzt her, da habe ich mich mit dem Kollegen S. nach der Pressevorführung von Neil Jordans "Die Fremde in dir" / "The Brave One" über Selbstjustiz im Film unterhalten. S. hatte vor, über dieses Thema seine Magisterarbeit zu schreiben; ich konnte immerhin damit punkten, den Namen des Komponisten der Filmmusik von "Death Wish II" zu kennen: niemand anderes als Jimmy Page. Sehr viel mehr konnte ich nicht beitragen. Kollege S. hat dann einen lukrativen Job ergattert und verdient sich jetzt ohne Studienabschluss eine goldene Nase – Glück für ihn, und Glück für uns alle. Denn so konnte Peter Vogl in die Bresche springen. Und das weltweit erste Buch zum Thema Selbstjustiz und Vigilantismus schreiben. Wodurch nun ich und Sie und wir alle uns bestens informieren und künftig auch in Gesprächen mit den vielen Kollegen S. dieser Welt mitreden können.

Über "Hollywood Justice" von Peter Vogl

Über Franz Stadler, Manfred Hobsch: 1.000 Filmkomödien

Aus dem Notizbuch des Verlegers

376 - die Zahl verfolgt mich in meinen schlaflosen Nächten. 376: Soviele - bzw.: sowenige - der 1.000 Filmkomödien, die Franz Stadler und Manfred Hobsch für den zweiten Teil ihres Handbuchs "Die Kunst der Filmkomödie" zusammengetragen haben, kannte ich. Muss ich zu meiner Schande gestehen: 376 von 1.000. Eigentlich beschämend.
 Ein Glück, dass nun eine Gesamtschau über die 1.000 besten Filmkomödien vorliegt, da kann man nachlesen, was man noch alles nachholen muss. Ein Buch, an dem man sich orientieren kann für alle weiteren Forschungsreisen in das unermessliche Gebiet der Filmkomödie.

Über Franz Stadler, Manfred Hobsch: 1.000 Filmkomödien

Über Marina Küffner: Auflehnung, Antriebslosigkeit, Antidepressiva und Apokalypse

Aus dem Notizbuch des Verlegers

James Dean ist ein Mythos. Eine Ikone. Ein Idol. Eine Legende. James Dean verstarb vor 60 Jahren. James Dean wirkt noch heute nach. Drei Kinofilme, ein junger Tod: intensiv und einflussreich genug, um noch heute mehr zu sein als irgendein Name der Hollywood-Historie. Biographie, Image und Werk sind bei Dean kongruent, sie sind in der persona "James Dean" untrennbar verschmolzen – die suchenden, aufsässigen, coolen Jungs, die er in seinen Filmen spielte, seine ambige sexuelle Ausstrahlung, seine Jugend, seine Intensität, sein Interesse für schnelle Autorennen… Unmittelbarkeit und Risikobereitschaft in Kunst und Leben.

Über Marina Küffner: Auflehnung, Antriebslosigkeit, Antidepressiva und Apokalypse

Über Franz Stadler, Manfred Hobsch: Die Kunst der Filmkomödie

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Im Dezember 2013 gab es einen Glückstag für mich: In meinem Postfach das Manuskript zu Die Kunst der Filmkomödie von Franz Stadler und Manfred Hobsch. Ein Buch, das die diversen Theorien, wer wann warum wodurch und wozu vielleicht über was lachen könnte, beiseite lässt, und das einfach schildert. Das schildert, welche Formen der Filmkomödie es gibt, wie sie sich ausdrücken, in welchem Umfeld sie entstanden. Das beobachtet, welche grundsätzlichen Möglichkeiten für Gags es im Film überhaupt gibt, die dann in unterschiedlichen Kombinationen immer wieder neu und immer wieder originell angewandt werden. Das porträtiert, welche komischen Personen es eigentlich sind, die da auf der Leinwand oder hinter der Kamera diese lustigen und lustvollen Filme kreieren.

Über Franz Stadler, Manfred Hobsch: Die Kunst der Filmkomödie