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Über "Schurkisch!" von Andrea Freitag

Über "Schurkisch!" von Andrea Freitag

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Das Böse ist immer und überall, und der Schurke oft interessanter als der Held. Klar: Donald ist unterhaltsamer als Hillary.
Für die Dramaturgie ist der Konflikt ausschlaggebend, logisch. Genauso logisch: Für einen starken Konflikt braucht's einen starken Gegner. Aber ist das schon die einzige Funktion, die der Antagonist in einer Filmerzählung einzunehmen hat? Die Sache interessant zu machen und zu halten, und damit hat sich's? Andrea Freitag legt mit Schurkisch! eine Studie vor, die den Antagonisten in Beziehung zum Protagonisten setzt – nicht nur dramaturgisch, sondern auch, was das Rezeptionsverhalten betrifft. Will man nicht manchmal auch, zumindest klammheimlich, der Schurke sein? Gleicht sich der Held nicht auch dem Bösewicht an? Wie rechtfertigt man Gewalt, die vom "Guten" ausgeht, wenn sie beim "Bösen" verdammt wird?

Aktuelles

Über Henriette Nagel: Zukunft war gestern

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Ich hatte kurz zuvor "Looper" von Rian Johnson gesehen, als dieses Manuskript in meinem Posteingang landete. Und "Looper" ist schon super; wenn Jeff Daniels diesen ganzen "Zeitreise-Mist" verteufelt, der einem das Gehirn verdreht; oder wenn Bruce Willis gar nicht erst die verdrehten Logiken des Zeitreisekonzepts reden will, man hat schließlich anderes zu tun...
Henriette Nagel wendet sich nicht ab von der Zeitreiseproblematik. Nein: Sie hat sich eingehend beschäftigt beschäftigt mit den Paradoxa, die sich auftun (können), und mit Lösungsansätzen, wie das Unlogische wieder ins Logische gewendet werden kann.

Über Henriette Nagel:<br>Zukunft war gestern