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Über "Hitchcock - Angstgelächter in der Zelle"

Über "Hitchcock - Angstgelächter in der Zelle"

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Meine Oma hat sich keinen Film von Alfred Hitchcock angesehen. "So ein hässlicher Mann!", war ihre Klage. Und meine Gastmutter beim Amerika-Schüleraustausch konnte damals, nach dem Besuch von "Psycho", nicht mehr die Dusche benutzen.

Hitchcock hat sich höchst erfolgreich als Marke inszeniert. Er wurde wie kein anderer (nicht-schauspielender) Regisseur mit seinen Filmen identifiziert. Und er hat als solcher nicht nur in seinen Filmen, sondern auch in seinem Image mit seinen Zuschauern gespielt. Schön war er nicht. Aber ein Mann mit Wiedererkennungswert. Meine Oma hat er als Zuschauerin verloren – doch viele andere so für sich gewonnen. Und dass meine Gastmutter nicht mehr duschen wollte, konnte er sich als stolzen Erfolg zuguteschreiben.

Aktuelles

Über Andreas Köhnemann: Liebe in alle Richtungen

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Köhnemann betrachtet den Liebesfilm. Nein: Liebesgeschichten im Film. Speziell: Dreier-Liebesgeschichten. Allerdings eingeschränkt: Nämlich nur solche, in denen eine sexuelle Ambivalenz herrscht – also nicht Paar plus Nebenbuhler, sondern drei Liebende. Er bettet seine Beispiele in das Liebesfilmgenre ein, betrachtet die typischen Standardsituationen und zeigt die Abweichungen auf, die nötig sind und die möglich sind bei ménage à trois-Filmen.

Über Andreas Köhnemann:<br>Liebe in alle Richtungen

Über Moritz Rosenthal: Das Monster im Blick

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Eine Einführung ins Horrorgenre, eine Einführung in die gängigen Theorien der feministischen Filmbetrachtung.
Ein Manuskript, das mich beim ersten Lesen zu heftigem Denken animiert hat.
Moritz Rosenthal orientiert sich an Daniel Chandler, dessen Arbeit – sogar auf deutsch übersetzt – auch online verfügbar ist. Und Rosenthal bricht dabei die Genredebatte schön prägnant herunter – natürlich nicht als ultimativen Beitrag zum Diskurs, aber genug, um damit arbeiten zu können. Nämlich, um das Horrorgenre zu definieren. Mit bestimmten Merkmalen wie dem Übernatürlichen, dem Einbruch des Fremden, der Angstwirkung... Kurz und bündig...
Und das ist erst der einleitende Teil des Buches...

Über Moritz Rosenthal:<br>Das Monster im Blick

Über Henriette Nagel: Zukunft war gestern

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Ich hatte kurz zuvor "Looper" von Rian Johnson gesehen, als dieses Manuskript in meinem Posteingang landete. Und "Looper" ist schon super; wenn Jeff Daniels diesen ganzen "Zeitreise-Mist" verteufelt, der einem das Gehirn verdreht; oder wenn Bruce Willis gar nicht erst die verdrehten Logiken des Zeitreisekonzepts reden will, man hat schließlich anderes zu tun...
Henriette Nagel wendet sich nicht ab von der Zeitreiseproblematik. Nein: Sie hat sich eingehend beschäftigt beschäftigt mit den Paradoxa, die sich auftun (können), und mit Lösungsansätzen, wie das Unlogische wieder ins Logische gewendet werden kann.

Über Henriette Nagel:<br>Zukunft war gestern