Top-Themen

Über "Hitchcock - Angstgelächter in der Zelle"

Über "Hitchcock - Angstgelächter in der Zelle"

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Meine Oma hat sich keinen Film von Alfred Hitchcock angesehen. "So ein hässlicher Mann!", war ihre Klage. Und meine Gastmutter beim Amerika-Schüleraustausch konnte damals, nach dem Besuch von "Psycho", nicht mehr die Dusche benutzen.

Hitchcock hat sich höchst erfolgreich als Marke inszeniert. Er wurde wie kein anderer (nicht-schauspielender) Regisseur mit seinen Filmen identifiziert. Und er hat als solcher nicht nur in seinen Filmen, sondern auch in seinem Image mit seinen Zuschauern gespielt. Schön war er nicht. Aber ein Mann mit Wiedererkennungswert. Meine Oma hat er als Zuschauerin verloren – doch viele andere so für sich gewonnen. Und dass meine Gastmutter nicht mehr duschen wollte, konnte er sich als stolzen Erfolg zuguteschreiben.

Aktuelles

Über "In einer Bar in Mexiko" von Reiner Boller

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Von Rex Gildos "Fiesta, Fiesta Mexicana" bis zu Helge Schneiders " Trompeeeeeeeeeeeeeeeeeeeten von Mexiko": Mexiko ist als Sehnsuchtsland irgendwo zwischen niederschwelligem Kitsch und schriller Ironie fest im deutschen Gemüt verankert. Aber natürlich nicht nur im deutschen: Hollywood hat sich selbstverständlich schon sehr früh dem südlichen Nachbarlande zugewandt. Und wenn es auch nur produktionstechnischen, sprich: -finanziellen Gründen geschuldet war. Das Bild, das sich im klassischen Hollywoodfilm manifestierte, war dabei durchaus komplex und schillernd: Mexiko, wo Männer noch Männer und Frauen noch Frauen sind, und Mexiko, wo Männer vielleicht durchaus Banditen und Schurken sind und Frauen vielleicht durchaus gefährlich und tödlich. Mexiko, wo so was wie ein Paradies lockt und so was wie eine Hölle locken kann.
Reiner Boller untersucht in "In einer Bar in Mexiko" den Mythos der cantina, wie er im Film aufgenommen und weitergegeben wird.

Über "In einer Bar in Mexiko" von Reiner Boller

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Über "Das große Buch des kleinen Horrors" von Peter Vogl

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Ich gehe ja sehr gerne in die monatlichen Grindhouse-Nächte im kommunalen Kino in Mannheim. Dort laufen all die originalen Bahnhofskinofilme der 60er, 70er und 80er: Horror und Italowestern, Blaxploitation und Frauengefängnisfilme und so weiter – das, was in längst vergangenen Zeiten zum Vertreib der Wartezeit in den Kinos in Bahnhofnähe gezeigt wurde. Vieles davon ist das, was man Trash nennen kann – Filme, die überambitioniert angegangen und dann sagenhaft versenkt wurden. Vieles ist aber auch nach den allgemeinen Maßstäben der Filmkunst vollkommen ansehnlich: Thriller, die spannend sind, Horrorfilme, die unter die Haut gehen, oder einfach Genrefilme aller Art, die viel erzählen darüber, wie damals Filme gemacht wurden, wie diese Filme in den Zeitgeist gestochen haben und wie sich dadurch in ihnen die kulturelle, gesellschaftlichen, politischen Umbrüche ihrer Entstehungszeit spiegeln.

In den 1980ern kam dann VHS auf. Und Videotheken. Und die brauchten Futter. Und findige Produzenten – sangwerma der Herr Charles Band vorneweg – dachten sich: Dann machenwers klein. Und ließen kleine Monster auf die Menschheit los – zumindest die Menschheit, die sich samstags aus der Videothek ihre Wochenunterhaltung an Thrill und Action suchten.

Über "Das große Buch des kleinen Horrors" von Peter Vogl

Über "Wilder Westen made in Germany" von Reiner Boller

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Zu Zeiten meines Studiums habe ich mal im Rahmen eines "Western"-Hauptseminars eine Hausarbeit verfasst, in der ich versucht habe, dem Winnetou-Touch auf die Spur zu kommen. Dem Besonderen an den Karl May-Verfilmungen der 1960er, dieses Märchenhafte, das irgendwo im Gut-Böse-Schema der Handlung, in der wilden Landschaft Kroatiens, im Übertragen der mythischen US-Geschichte auf deutsche Nachkriegs-Produktionsweisen etc. liegt. Habe vor allem entdeckt, dass dieses spezifische Flair alsbald verlorengegangen ist; einmal, weil der Karl-May-Film von seinen Kindern, den Italowestern aufgefressen wurde, aber auch, weil er sich in der schlichte Masse der Brice- und Barkerfilme selbst kannibalisiert habe.

 

In diesem Rahmen hatte ich damals wohl nicht alle, aber die meisten der May-Filme (wieder)gesehen; habe auch den einen oder anderen Roman gelesen (und befunden, dass auch die schlechteren Filme unterhaltsamer sind – aber das ist natürlich 'ne subjektive Sichtweise…) Insofern habe ich mich sehr gefreut, als Reiner Boller auf mich zugekommen ist mit seinem Vorschlag, eine Art Gesamtschau des deutschen Western herauszubringen...

Über "16 : 9 - Fürs Fernsehen in die Ferne" von Elke Werry

Aus dem Notizbuch des Verlegers

Es war sage und schreibe im November 2014, als ich eine Mail im Posteingang hatte: Elke Werry, Dokumentarfilmerin aus Heidelberg, bietet ein Buch an. Zwölf Kapitel, reportageartige Texte mit Bildern von ihren Reisen und von ihren Dreharbeiten. China und Libyen, Nordkorea und Sri Lanka. Drehorte ihrer Filme, dazu Land und Leute, Orte und ihre Geschichte. Das Buch sei zu 85 Prozent fertig. Und ob wir eventuell mal darüber reden könnten.

 

Klar! Das Buchprojekt fand ich sofort super...

Über "16 : 9 - Fürs Fernsehen in die Ferne" von Elke Werry